Warum das Spielen für Kinder so wichtig ist?!

Das Spielen ist die wichtigste Arbeit der Kinder und sollte auch im Grundverständnis eines jeden Einzelnen dementsprechend verankert sein. Spielen bedeutet für das heranwachsende Kind, Wachstum auf verschiedenen Ebenen. Das Problem ist nur, dass das gesellschaftliche Verständnis vom inneren und äußeren Wachstum in der Regel negativ geprägt ist. Lernen bzw. Wachstum wird mit harter Arbeit verbunden, die kein Spaß machen kann. Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall, dass meiste wird viel effizienter gelernt, wenn es Spaß macht.

Warum ist Spielen wichtig?

Spielen ist für das Kind ein natürliches Bedürfnis. Intuitiv tun Kinder die Dinge die für Ihr Wachstum wichtig sind. Das Spielen nimmt hier eine fundamentale Rolle ein.

Kognitive Entwicklung

Das Klettern auf einem Baum oder Klettergerüst sind beispielsweise einer der ersten mathematischen Erkenntnisse, die Mathe begreifbar macht für das Kind. Es lernt dabei Entfernungen und Höhe abzuschätzen und erfährt, wie Kräfte dosiert werden müssen, um das Ziel zu erreichen. Das Spielen im Regen, Schnee, Pfützen und Matsch gibt wichtige Erkenntnisse über physikalische, biologische und mathematische Verhältnisse. Wenn ein Kind z.B. in einer Pfütze herum springt und die Erfahrung machen darf, welche Reaktionen darauf folgen, wie sich das Wasser verhält usw. bedeutet dies effizientes Lernen. Sandburgen bauen und mit Sand experimentieren fördert nicht nur die Feinmotorik, sondern bringt auch viele naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Beim Toben z.B. werden nicht nur die Motorik, die geistigen Fähigkeiten geschult, sondern die Muskulatur aufgebaut und der Gleichgewichtssinn gestärkt.

Soziale-und emotionale Entwicklung

Kinder bilden im Spiel mit anderen Kindern ihre soziale und emotionale Intelligenz aus. Sie erforschen im Spiel ihre Talente, Kreativität und bilden Ihre Stärken aus. Kinder lernen sich selbst im Spiel kennen. Im Rollenspiel versetzen sie sich in verschiedene Personen, Tiere usw. hinein und haben so nicht nur die Möglichkeit Probleme aufzuarbeiten, sondern erfahren etwas über das Gefühlsleben des anderen. Zu den stärksten Fähigkeiten eines Menschen gehören, meines Erachtens, die Fähigkeit sich in andere hineinversetzen zu können.

Begreifen setzt Bewegung voraus

Rückwärts gehen können macht es dem Kind möglich, einfacher rückwärts zählen zu können. Bewegung und das Verständnis über Naturgesetze hängen unmittelbar miteinander zusammen. Wenn Menschen etwas bereifen sollen, dann beschreibt das Wort selbst, was zu tun ist. Mach es greifbar und der Lernerfolg wird folgen. Verständnis auf vielen Ebenen wird gefördert und es kostet dem Kind keine Mühe, denn Lernen ist ein intuitives Bedürfnis und macht Freude. Es ergeben sich auf verschiedenen Ebenen Lernerfahrungen, die durch nichts ersetzt werden können. Vieles mehr könnte ich noch schreiben, um die Wichtigkeit des Spiels zu erläutern, aber dies würde den Rahmen dieses Blocks sprengen.

Die Kindheit ist auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt und sollte so erfüllend und liebevoll wie möglich sein.                                                                                                 Fazit: Erlauben Sie Ihrem Kind der natürlichen Intuition zu folgen und lassen Sie es spielen. So wird es alles richtig machen und wertvolle Lernerfahrungen verinnerlichen. Somit schenken Sie Ihrem Kind eine schöne Kindheit.

Gibt es falsches Wetter zum Spielen?

Meiner Meinung nach, gibt es kein falsches Wetter zum Spielen, es gibt nur falsche Kleidung. Kinder brauchen die Erfahrungen bei jeglichen Witterungsverhältnissen zu spielen. Für Kinder bilden sich unersetzliche Lernerfahrungen daraus. Kinder haben die Fähigkeit aus allem zu zehren und es zu genießen. Kinder benötigen das Freispiel und die frische Luft für Ihre körperliche und geistige Gesundheit. Oft befürchten Eltern, dass das Kind krank werden könnte, wenn es in der kalten Jahreszeit draußen spielt. Dies ist jedoch ein Irrglaube. Kinder die regelmäßig draußen spielen, werden seltener krank. Stubenhocker sind es, nach meiner Erfahrung, die krank werden wenn sie mal der Regen erwischt. Kinder die sich gesund ernähren, sich im Freien bewegen, ein liebevolles soziales Umfeld haben sind gesunde Kinder. Jedes Wetter birgt verschiedene Herausforderungen für Ihr Kind und vertrauen Sie darauf, dass Ihr Kind die Fähigkeit besitzt oder entwickeln kann dies körperlich und geistig zu meistern.

Warum hat sich das Spielen der Kinder in den letzten Jahren verändert?

Das Spielen hat sich in den letzten Jahren verändert, weil das mediale Angebot sehr groß geworden ist. Noch nie wurde man so schnell, emotional, offensiv und detailliert über Ereignisse informiert, wie es seit einiger Zeit möglich ist. Unfälle und andere schlimme Ereignisse hat es schon immer gegeben, jedoch vermittelt die Verbreitung durch die Massenmedien eine andere Qualität der realen Bedrohung. Die Menschen fühlen sich bedroht, weil die Gefahr durch die Medien spürbar geworden ist. Die Angst macht sich breit und führt dazu, dass Entscheidungen getroffen werden, die nicht immer förderlich sind. Angst ist bekanntlich kein guter Ratgeber. Denn wenn Angst die Oberhand gewinnt, bedeutet dies nichts anderes, als dass sie beginnen sich selbst einzuschränken und sich Ihr eigenes geistiges Gefängnis schaffen. Hier spreche ich nicht von der instinktiven Angst, die uns schützt, weil wir z.B. nicht den dunklen Weg wählen, weil dieser kürzer ist, sondern den längeren Weg wählen, da die Straße beleuchtet und belebt ist. Ich spreche von Ängsten die hemmend und blockierend wirken und nicht mehr erlauben das Leben zu genießen. Gefahren gehören zu unserem natürlichen Umfeld und wenn Kinder aus diesen Gründen nicht draußen spielen dürfen, werden ihnen wichtige Lebenserfahrungen verwehrt. Natürlich verletzen sich Kinder auch mal dabei, aber sie machen auch viele schöne Erfahrungen, die die Kindheit unvergesslich werden lassen. Im Leben sind wir nicht nur verantwortlich für die Dinge die wir tun, sondern auch für Gelegenheiten, die wir verpassen. Meine persönliche Theorie ist, dass Kinder sich mit Sicherheit kleine Beulen holen werden, aber wenn dieses ihnen verweigert wird, werden sie sich im Erwachsenenalter große Beulen holen. Und da fällt man leider tiefer, weil der Erfahrungshorizont nicht genährt wurde.

Medienaufklärung schulen

Desweiteren ist die Medienaufklärung leider nicht selbstverständlich gegeben, daher birgt dieses eine Gefahr. Kinder sind oft in der virtuelle Welt unterwegs und dieses ohne einen Bewegungsausgleich. Da es auch Suchtpotenzial mit sich bringen kann, ist es auch schwierig Kinder darin zeitlich einzugrenzen. Kinder berieseln sich und das Gehirn der Kinder wird auf verschiedenste Weise stimuliert. Oft findet das Gesehene keine Resonanz, weil keine natürliche Reaktion auf das Gesehene erfolgt. Der Mensch ist darauf programmiert, um sein Leben zu laufen, wenn dieser z.B. einen Säbelzahntiger sieht. Die Flucht erfolgt nicht, aber das Gesehene produziert Stresshormone und ist innerlich im Fluchtmodus. Daher fangen einige Kinder bzw. Menschen an, etwas zu essen um den Stress zu regulieren. Es ist unfassbar, wie mediale Stimulierung unsere Gefühlslage beeinflusst. Es erfolgt eine vollkommene Irritation, weil Gesehenes nicht mit der Handlung übereinstimmt. Kinder die dieser Berieselung nicht ausgesetzt sind haben eine wundervolle Kreativität. Wird ihnen ein Buch vorgelesen haben diese schöne und lebendige Phantasien, weil sie keine vorgefertigten Bilder kennen. Das Kind erschafft eigene Bilder, mit denen es umgehen kann.

Digitaler Fortschritt und die Psyche

Ich möchte den digitalen Fortschritt nicht verteufeln, jedoch wünsche ich mir einen förderlichen und bewussteren Umgang damit. Der digitale Fortschritt bringt auch viele Vorteile mit sich, aber auch nur dann, wenn der Umgang angemessen ist. Im Grunde sind es Geräte, die wir beherrschen sollten und nicht umgekehrt. Suchtverhalten zeugt davon, dass das Gerät die Person beherrscht. Das Gehirn der Kinder sollte nicht mit Konsum überlastet werden, der nicht der Reife des Kindes entspricht. Hier liegt es für mich in der Verantwortung der Eltern, ihre Kinder zu schützen. Das Freispiel an der frischen Luft mit anderen ist unersetzlich und förderlich für Körper, Geist und psychische Gesundheit.

Arbeiten macht Spaß

Lernen und Arbeiten ist gesellschaftlich leider oft mit Anstrengung und Erschöpfung assoziiert. Deshalb bringt man das Spielen auch nicht mit dem Lernen in Verbindung, da es unmöglich Spaß machen kann. Durch die negative Prägung von Arbeit und Lernen, erhält Spielen oft nicht die nötige Anerkennung und Wertschätzung.

Kinder die Spielen lernen und arbeiten. Menschen die eine bewusste Berufswahl treffen, weil die eigenen Talente, Fähigkeiten und Stärken, Basis für die Berufswahl sind, werden Ihre Arbeit nicht als anstrengend empfinden. Für diese Menschen ist es  spielen. Es ist sehr erfüllend spielen zu gehen und dabei Geld zu verdienen.

Sind wir mit Leidenschaft und Freude an unserer Arbeit, sind wir nicht nur unglaublich gut und erfolgreich indem was wir tun, sondern vermeiden auch das Leiden von psychischen Krankheiten, wie Burnout. Tätigkeiten die uns erfüllen machen das Leben leicht. Das durchschnittliche Arbeitsleben nimmt ca. 70-80% des Tages in Anspruch und ich empfinde es als sehr unbefriedigend, dieses ohne Freude machen zu müssen.                                                                                                                          Nach meiner Meinung ist jeder für etwas geboren bzw. geschaffen und wenn nach diesen Kriterien die Berufsauswahl getroffen wird, haben Sie Ihr Hobby zum Beruf gemacht. Dann dürfen sie jeden Tag spielen gehen und müssen nicht auf das Wochenende warten, um zu leben.

Dresi

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