Was ist das Prämenstruellessyndrom?

Das Prämenstruellessyndrom, abgekürzt auch PMS genannt, gehört zu den häufigsten gynäkologischen Beschwerden bei Frauen. Es kann bis zu 2 Wochen oder wenige Tage vor der Menstruation auftreten. Die Tage vor der Menstruation können verschiedene Beschwerden mit sich bringen. Diese Phase nennt sich auch die Luteal Phase. Die Luteal Phase ist die zweite Zyklushälfte, es ist die Zeit zwischen Eisprung und der nächsten Periode. Diese Beschwerden können sowohl körperlich, als auch psychischer Natur sein.

Zu den psychischen Beschwerden gehören:                                                         Gereiztheit, Depressionen, Stimmungsschwankungen, größere Ängste, Schlaflosigkeit, Überempfindlichkeit, innere Unruhe, Konzentrationsprobleme, Wutanfälle

Zu den körperlichen Symptomen gehören:                                                     Ödem, Unterleibschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Migräne, Verdauungsbeschwerden, unreine Haut, Kreislaufprobleme, Rückenschmerzen, Brustschmerzen bzw. Brustspannungen, Schweißausbrüche

Zu Beginn der Periode lösen sich die Beschwerden dann wieder.

Der weibliche Zyklus ist äußerst komplex, denn die Frau durchläuft verschiedene Phasen des Zyklus. Es ist ein Auf und Ab verschiedener Hormone und es schwankt von fruchtbaren Tagen zu unfruchtbaren Tagen. Es ist nicht nur äußerst komplex, sondern auch mit einem enormen Energieaufwand verbunden. Es ist ein Wunder der Natur, wenn man begreift mit welcher Perfektion und Präzession der menschliche Körper funktioniert.

80% der Frauen im gebärfähigen Alter sind von PMS betroffen. Zu den Risikofaktoren zählen eine unausgewogene Ernährung, Stress, genetische Faktoren und seelischer-/ psychischer Ballast.

Es gibt verschiedene Theorien für die Ursache von PMS. Wissenschaftler haben festgestellt, dass PMS nur vorkommt, wenn keine Schwangerschaft besteht. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Körper während der Luteal Phase viel Energie benötigt für die Eierstöcke und für die Produktion der weiblichen Hormone. Je mehr Energie umgeleitet wird, in die Reproduktionsorgane, desto weniger bleibt für den Rest des Körpers. Dieser benötigt ebenfalls ausreichend Energie, um optimal zu funktionieren. Somit erklärt sich der Heißhunger, den viele Frauen in dieser Phase haben. Süßigkeiten wie z.B. Schokolade, sind dann besonders attraktiv, weil diese sofort Energie zur Verfügung stellen. Frauen essen in dieser Phase durchschnittlich ca. 810 kcal mehr, um den erhöhten Bedarf zu decken. Ein Blutzuckerspiegel der zu niedrig ist, kann dann den gesamten Tag bzw. Tage ruinieren. Wichtig ist es grundsätzlich auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Greifen Sie nicht zur Schokolade oder anderen Süßigkeiten, sondern wählen Sie komplexe Kohlenhydrate. Diese sind gesünder und somit bessere Energielieferanten z.B. Datteln und andere Trockenfrüchte.

Aufgrund des enormen Figurbewusstseins leiden Frauen in dieser Zeit oft an einem Mangel, daher steht nicht genug Energie zur Verfügung und die Willensstärke leidet darunter. Dies bedeutet, dass Emotionen nicht mehr reguliert werden können und dies führt zu Aggressivität, unbewussten Einkaufsverhalten, vermehrtes Rauchen und erhöhter Alkoholkonsum. Auch wurde festgestellt, dass andere Drogen in dieser Phase öfter konsumiert werden. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Frauen auf Grund von PMS doppelt so häufig bei der Arbeit fehlen. Dieses begründet sich nicht nur Aufgrund der Schmerzen, sondern auch weil die Selbstbeherrschung in dieser Zeit sinkt. Grundsätzlich haben Frauen eine höhere Selbstbeherrschung und Willenskraft als Männer, deshalb sind Mädchen beispielsweise besser in der Schule als Jungen. Auch sind sie weniger straffällig, weil sie Ihre Emotionen im Griff haben.

Es gab verschiedene Studien in der diese Theorie bestätigt worden ist z.B. brechen Gefängnisinsassinnen in der Luteal Phase öfter die Regeln im Gefängnis.

Es ist also besonders wichtig ein bewusstes Leben zu führen, gerade wenn man an PMS leidet. Der Körper gibt uns Signale auf die es zu hören gilt. Keine Frau muss so leiden, wenn Sie ausreichend auf sich achtet und die Signale des Körpers ernst nimmt. Nichts passiert ohne Grund und ein achtsames Leben hilft uns diese Signale zu entschlüsseln und auf uns, in einem angemessenen Maß, einzugehen.

Mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Ruhephasen können Sie darauf hinarbeiten Ihrem Leiden ein Ende zu setzen. Außerdem sollte das Seelenheil bzw. die Psyche gepflegt werden. Alles was Ängste, Sorgen und ein belastetes Gewissen auslöst, kann aufgearbeitet werden, denn dieses bildet Blockaden, die unnötig belasten und die Gesundheit beeinträchtigen. Jeder Einzelne ist einzigartig und bedarf einer individuellen Behandlung. Lernen Sie mit Stress gesund umzugehen und vermeiden Sie dies, indem die richtigen Prioritäten gesetzt werden. Nehmen Sie sich mit Ihrer Weiblichkeit an und respektieren Sie diese. Es ist schön eine Frau zu sein und genießen Sie dies in vollen Zügen bzw. lernen Sie dieses zu genießen. Viele Naturvölker gönnen sich in diesen Phasen viel Ruhe, lassen sich auf sich ein, nehmen Ihre zyklischen Veränderungen wahr, ohne belastet oder von Schmerzen geplagt zu sein.

Verzichten Sie auf Alkohol, das Rauchen und andere Drogen. Behandeln Sie Ihren Körper so, wie dieser es verdient. Und zwar mit Respekt, Liebe und Achtung. Praktizieren Sie Yoga, meditieren Sie, machen Sie lange Spaziergänge in der Natur oder praktizieren Sie autogenes Training. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten und Sie werden bestimmt die Richtige für sich finden. Jeder einzelne sollte Experte für sich und den eigenen Körper sein.

In diesem Sinne, bleibt gesund und schaut euch auch meinen Blog über Menstruationsbeschwerden an.

Dresi

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