Wie Sie mobbing bewältigen und ihr Kind schützen

Der Begriff Mobbing stammt aus dem englischen Wort „mob“ und bedeutet wütende Meute bzw. Pöbel. Eine Person wird von einer anderen oder mehreren Personen schikaniert. Diese Person übt dann unsachliche Kritik aus, die eindeutig personenbezogen ist und diese gezielt psychologisch terrorisiert. Die Person wird systematisch klein gemacht, ausgegrenzt und bei jeder sich bietenden Gelegenheit entwürdigt. Oft folgt dann, dass das Opfer einen Schulwechsel vornimmt oder der Erwachsene kündigt und einen neuen Arbeitsplatz sucht. Die Ursachen für Mobbing sind vielseitig. Eine Abneigung gegen das Mobbing-Opfer, Neid, Frust, Ärger und Existenzängste können Gründe sein.

Schon im Kindesalter gibt es Kinder, die Mobbing ausgeliefert sind. Hier ist es besonders wichtig, dass diesen Kindern rechtzeitig geholfen wird. Mobbing hinterlässt leider seine Spuren und oft ist es sogar traumatisierend für Kinder. Selbst Erwachsenen im Arbeitsleben ist diese Thematik nicht fremd und auch hier gilt es sich schnellstmöglich Hilfe zu holen.

Kinder sind dann emotional geängstigt, aufgewühlt, gestresst und denken nur noch darüber nach, wie sie der nächsten Begegnung mit dem Peiniger entfliehen können. Dies ist in einem extremen Maß energieraubend und damit erschöpfend. So ist es natürlich unmöglich den Unterrichtsinhalten zu folgen. Die betroffenen Kinder geraten in noch schlimmeren Unmut, weil sie nun schulisch versagen. Anschließend sind Eltern und Lehrer unzufrieden über die schulischen Leistungen. Dies führt leider zu einem Teufelskreis mit den verschiedensten Auswirkungen. Leider ist es dann oft so, dass das Kind aufgrund der heutigen Medien nicht nur im Schulalltag gemobbt wird, sondern auch in den sozialen Netzwerken. Auf diesen Plattformen sind die Hemmungen leider noch niedriger und es wird scheinbar unbarmherzig erniedrigt.

Mobbing hat einen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Das Opfer ist einem immensen Stresspegel ausgesetzt, muss mit Ängsten kämpfen und diese negativen Einflüsse beeinträchtigen auch das Immunsystem. Die psychische Gesundheit leidet ebenso. Kinder leiden z.B. oft unter Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit.

Im Grundgesetz ist verankert, dass die Menschenwürde nicht verletzt werden darf. Jedes Individuum hat das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und körperlicher Unversehrtheit. Deshalb muss meines Erachtens darauf bestanden werden, dass Inhalte die die Menschenwürde/Ehre und Rechte auf sozialen Netzwerken beschneiden, gelöscht werden.

Wie geht man also mit Mobbing um?

  1. Kinder müssen in Bezug auf Ihre Medienkompetenz geschult und gefördert werden, um sie zu schützen
  2. Kinder darin bestärken sich an Eltern, Lehrer oder Schulpsychologen zu wenden
  3. Kinder sensibilisieren ihre Grenzen zu benennen und diese evtl. auch mit Hilfe durchzusetzen
  4. Stärkung des Selbstvertrauens
  5. Therapie zur Trauma-Bewältigung
  6. Rechtlichen Beistand in Anspruch nehmen
  7. Weglaufen ist keine Lösung, indem z.B. ein Schulwechsel vorgenommen wird

Es ist für das Selbstwertgefühl enorm wichtig, dass für sich eingestanden wird. Das Grundproblem wird Ihnen nachlaufen und im Alltag hemmend bzw. blockierend wirken. Aus Trauma-Erfahrung können Stärken entwickelt werden, wenn für sich eingestanden wird und dadurch der Selbstwert wieder hergestellt ist. Die Gesundheit und die Persönlichkeitsentwicklung profitiert davon, wenn das Trauma aufgearbeitet wird und in das Leben integriert wird. Traumata, die nicht aufgearbeitet werden, haben unbewusst einen Einfluss auf unsere Lebensführung. Bleiben Sie stark!

Dresi

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