Was jeder Leidende über Migräne wissen sollte

An Migräne leiden mehr als 8 Millionen Deutsche. Es beginnt oft mit einem pochenden Schmerz an der Schläfe und entwickelt sich zu einem unerträglichen Kopfschmerz. Die Betroffenen wissen oft im Voraus, dass sie eine Migräneattacke bekommen. Da es so etwas wie „Vorboten“ gibt, die die Migräne ankündigen. Beispielsweise kann sich die Gefühlswelt verändern oder der Geruchs-, Geschmacks- und Sehsinn verändert sich. Bei Migräne bleibt es oft nicht nur bei dem quälenden Kopfschmerz, sondern oft sind diese begleitet von Seh-, Sprachstörungen, Lärm-, Licht-, Geruchsempfindlichkeit, Kreislaufprobleme und Übelkeit. Der Migräneanfall kann 4 bis 72 Stunden anhalten. Klares Denken ist hier nicht möglich. Es gibt verschiedene Formen der Migräne, die sich auch unterschiedlich äußern.

Menschen, die an Migräne leiden leben mit der ständigen Angst, dass die nächste Migräneattacke beginnen könnte und dieses bedeutet Stress. Somit beginnt ein Teufelskreis, denn der Stress ist höchstwahrscheinlich ein Auslöser für Migräneanfälle. Die Ursache für Migräne ist unklar, jedoch gibt es verschiedene Theorien. Forscher vermuten, dass die Nervenfasern die zu den Blutgefäßen in den Kopf führen, durch Stress aktiviert werden. Es kommt zu einer Entzündung der Nerven. Dabei werden Stoffe freigesetzt, die die Blutgefäße erweitern und durchlässig machen. Die Folge ist, dass Blutplasma austritt und den Kopfschmerz auslöst. Darüber hinaus kann durch falsche Ernährung Migräne ausgelöst werden. Alkohol, Histamin und thyraminhaltige Lebensmittel gelten als Triggerfaktoren. Genetische Disposition, Stress, Schlafstörungen, Hormonschwankungen, Wetterumschwung und eine Störung der Botenstoffe werden auch als Ursache vermutet.

Die Nerven sind überreizt. Migränepatienten nehmen dann oft starke Medikamente, die das Risiko der Abhängigkeit mit sich bringen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass das Leiden ganzheitlich behandelt wird.

Wie sollte also damit umgegangen werden?

  • Überprüfung der Stressbelastung und ggf. Stressbewältigungsstrategien in das Leben integrieren z.B. Yoga, Meditation, Autogenes Training, Coaching, Feng shui, Psychotherapie u.s.w.
  • Die Schlafhygiene sollte ebenfalls optimiert werden. Der Körper benötigt ausreichend Schlaf, um regulieren zu können und die Schlafumgebung sollte die Ruhefindung unterstützen.
  • Ausreichend Bewegung an der frischen Luft, denn die Sauerstoffsättigung ist wichtig für eine gesunde geistige Leistungsfähigkeit. Bewegung ist essentiell für einen gesunden Körper und Geist. Der menschliche Körper ist darauf ausgerichtet sich regelmäßig zu bewegen, ansonsten würde dieser Schaden nehmen.
  • Klären Sie osteopathisch Auffälligkeiten ab, die eine Ursache für die Migräneattacken darstellen könnten.
  • Gewöhnen Sie sich regelmäßige Esszeiten an, da man so vermeidet, dass der Blutzuckerspiegel abfällt, denn das begünstigt Migräneanfälle. Wird das Gehirn mit ausreichend Nährstoffen versorgt, schaffen Sie günstige Bedingungen.
  • Essen Sie bewusst und langsam. Studien haben gezeigt, dass Kinder die hastig essen ein erhöhtes Risiko haben Migräneanfälle zu bekommen.
  • Frühstücken Sie, wenn Sie zu Migräneanfällen neigen, da über Nacht viel Energie verbraucht wird und das Gehirn mit Nährstoffen versorgt werden muss. So sinkt der Blutzuckerspiegel nicht ab und so schaffen Sie gute Verhältnisse, für einen migränefreien Tag.
  • Stellen Sie Ihre Ernährung um. Es ist wichtig, dass die Nahrungsaufnahme histamin- und thyraminarm ist, da diese Migräneanfälle begünstigen.
  • Meiden von Zucker
  • Wählen Sie komplexe Kohlenhydrate, wie z.B.Vollkornreis, Vollkornnudeln, usw.
  • Die Nahrungsmittel sollten Magnesiumreich sein, wie z.B. Hirse, Hafer, grünes Gemüse, Nüsse etc.
  • Verwenden Sie hochwertige Öle (Omega 3 Fettsäuren), wie z.B. Olivenöl, Leinsamenöl.
  • Meiden von Geschmacksverstärkern wie Natriumglutamat, Pökelsalz etc.
  • Verzicht auf Alkohol.
  • Ausreichend Wasser trinken.
  • Kinder müssen unbedingt koffeinhaltige Getränke und Lebensmittel meiden
  • Seelischer Ballast sollte abgebaut werden, mit Hilfe einer versierten Therapeutin/en

Um organische Ursachen auszuschließen sollte eine Körper/Blutuntersuchung, MRT, EEG, CT durchgeführt werden. Sind Auffälligkeiten ausgeschlossen, kann eine ganzheitliche Therapie mit einer konsequenten Ernährungsumstellung, Bewegung, Hypnose usw. erfolgen. Die Lebensqualität kann wieder hergestellt werden und dieses sollte die Mühe wert sein. Kinder und Jugendliche können auch von Migräne betroffen sein. Besonders in der Vorpubertät und während der Pubertät, da körperlich und geistig viele Veränderungen erfolgen die nicht immer einfach zu bewältigen sind. Mit etwas Unterstützung bzw. Begleitung durch diese Zeit, die oft eine Herausforderung für Kinder und Eltern bedeutet, kann es für alle Beteiligten besser bewältigt werden.

Der menschliche Körper ist auf Gesundheit programmiert. Mit der richtigen Unterstützung, kann die körper- und seelische Gesundheit in Einklang gebracht werden. Keiner sollte sich, meiner Meinung nach, damit abfinden regelmäßig unter Schmerzen zu leiden. Zeit ist die kostbarste Währung und es ist nicht mal möglich nur eine vergangene Minute zurück zu holen. Deshalb denke ich, dass sich jeder Einzelne Bewusstsein sollte mit wem oder was, er/sie seine Zeit verbringt. Es ist wichtig Ruhephasen in das Leben zu integrieren, in denen man sich mit den eignen Bedürfnissen und Gefühlen auseinandersetzt. Geben Sie sich Zeit und Raum, um in sich hinein zu horchen in dieser schnelllebigen Epoche.

Dresi

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